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Wirkungen des Luftdrucks

Unter- und Überdruck

Da der Luftdruck von allen Seiten gleich auf uns wirkt und unser Körper an den Luftdruck gewöhnt ist, merken wir davon normalerweise nichts. Wenn aber auf einer Seite ein Unterdruck oder ein Überdruck erzeugt wird, können wir die Auswirkungen deutlich erkennen. Von Unterdruck sprechen wir, wenn der Druck kleiner ist als der Luftdruck in der Umgebung. Bei Überdruck ist der Druck größer als in der Umgebung.

Wir spannen eine Luftballonhaut über einen Trichter. Von außen wirkt der normale Umgebungs-Luftdruck. Wenn wir auf der anderen Seite Luft heraus saugen, dann ist hier der Luftdruck kleiner. Der größere Luftdruck von außen drückt die Luftballonhaut nach innen.

Nimm einen Plastikbecher und drücke ihn fest gegen deinen Mund. Wenn du nun Luft aus dem Becher saugst, hält er von selbst. Der größere Luftdruck auf der Außenseite drückt ihn gegen dein Gesicht. Es darf aber keine Luft zwischen Becher und Haut in den Becher strömen.

Saugnapf und Strohhalm

Der Saugnapf. Bei einem Saugnapf nützt man diesen Effekt aus. Durch Andrücken wird die Luft zwischen Saugnapf und Wand herausgepresst. Der Luftdruck wirkt danach nur mehr von außen auf den Saugnapf und drückt ihn an die Wand. Ein Saugnapf mit einer großer Fläche wird stärkere an die Wand gedrückt, als einer mit kleiner Fläche. Ist die Wandoberfläche allerdings zu rau, kann wieder Luft einströmen und der Saugnapf fällt von der Wand, egal ober er eine kleine oder große Fläche hat.

Trinken mit Strohhalm. Wenn wir mit einem Strohhalm trinken, saugen wir nicht das Wasser an, sondern wir saugen die Luft aus dem Strohhalm. Dadurch entsteht im Strohhalm ein Unterdruck. Die Luft drückt dann von außen das Wasser im Strohhalm nach oben. Pumpen, die Wasser aus einem See oder aus dem Boden pumpen, funktionieren in dieser Form.

Mit Saugnäpfen kann man an glatten Wänden Gegenstände befestigen.

Die Vogeltränke

Wir nehmen ein Glas mit glattem Rand und füllen es mit Wasser. Dann legen wir einen glatten Karton darauf und drehen das Glas um. Nun können wir den Karton loslassen, der Luftdruck drückt von außen den Karton gegen das Glas und verhindert, dass das Wasser ausströmt.

Wir machen das Experiment noch einmal, geben aber das Glas mit dem Karton unter Wasser und ziehen dann den Karton weg. Auch diesmal fließt das Wasser nicht aus dem Glas. Der Luftdruck, der von außen auf das Wasser drückt, verhindert dies. Eine Vogeltränke funktioniert nach diesem Prinzip.

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