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gleichförmig und ungleichförmig

Gleichförmige Bewegung

Wenn du mit dem Fahrrad unterwegs bist, wirst du kaum einmal längere Zeit gleich schnell fahren. Wenn du eine Steigung hinauf fahren musst, wirst du vermutlich langsamer werden, wenn du einen Berg hinunter fährst, wirst du schneller werden. Wir haben
deshalb auf Seite 5 von einer mittleren Geschwindigkeit gesprochen. Man kann dazu auch „Durchschnittsgeschwindigkeit” sagen.

Manche Objekte oder Erscheinungen bewegen sich aber tatsächlich immer gleich schnell oder breiten sich immer gleich schnell aus. Dazu gehört zum Beispiel das Licht. Im Vakuum (luftleerer Raum) bewegt sich das Licht immer mit fast 300 000 km/s. Auch
Schall gehört dazu. In Luft breitet er sich mit ungefähr 340 m/s aus.

Wenn die Geschwindigkeit gleich bleibt, spricht man von einer gleichförmigen Bewegung.

Auch bei manchen Verkehrsmitteln ist das fast erfüllt. Flugzeuge fliegen oft stundenlang mit fast gleichbleibender Geschwindigkeit. Auch Züge, vor allem Fernzüge, fahren lange Zeit mit gleich großer Geschwindigkeit (also also mit gleichem Tempo). 

Ungleichförmige Bewegung

Die meisten Bewegungen im Alltag sind aber nicht gleichförmig. Wenn du eine Kugel fallen lässt, werden die Wege, die sie in einer Sekunde zurücklegt, immer länger. Ihre Geschwindigkeit wird also immer größer. Solche Bewegungen nennen wir ungleichförmig. Nimmt die Geschwindigkeit zu, wird der Gegenstand beschleunigt. Nimmt sie ab, wird er verzögert.

Der freie Fall ist eine beschleunigte Bewegung. Auf der Erde fällt ein Körper in der ersten Sekunde 5 m, in der zweiten Sekunde bereits 15 m und in der dritten 25 m. Allerdings bremst die Luft den freien Fall auf der Erde. Bei einer Kugel aus Eisen spielt dies
keine große Rolle. Bei einem Blatt Papier allerdings schon.

Wenn die Geschwindigkeit nicht gleich bleibt, spricht man von einer ungleichförmigen Bewegung.

Auf dem Fallturm bewegen sich die Menschen ebenfalls nicht gleichförmig. Nach Erreichen der höchsten Stelle fallen sie nach unten und werden dabei beschleunigt. Vor Erreichen des Bodens werden sie sanft abgebremst, also verzögert.

Auch ein Fahrzeug, das eine schiefe Bahn hinunterrollt, führt eine beschleunigte Bewegung aus. Allerdings nimmt hier die Geschwindigkeit nicht so rasant zu wie beim freien Fall. Die Neigung der Bahn spielt dabei eine wichtige Rolle.

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