Die Drehwirkung von Kräften
Wir haben bereits verschiedene Kraftwirkungen besprochen. Eine wichtige haben wir bisher ausgelassen, nämlich die Drehwirkung. Wer schon einmal die Räder am Auto selber gewechselt hat, hat wohl gemerkt, dass es gar nicht einfach ist, die Radmuttern aufzudrehen. Ein möglichst langer Radmutternschlüssel ist da schon hilfreich. Entscheidend ist hier nämlich die Drehwirkung, die man mit seiner Armkraft erzielt. Und dabei ist der Abstand der Kraft zur Drehachse wichtig. Ähnlich verhält es sich, wenn man eine Tasche am waagrecht ausgestreckten Arm halten möchte. Das Gewicht der Tasche versucht den Arm um das Schultergelenk herum zu drehen. Hier spürt man sehr direkt, dass es einen Unterschied macht, wo die Gewichtskraft der Tasche angreift, ganz außen oder doch weiter innen.

Bei einer Kinderschaukel ist es ganz ähnlich. Wenn ein Kind deutlich weniger Gewicht hat als das andere, muss es sich weiter innen, also näher am Drehpunkt drauf setzen, damit das Schaukeln funktioniert. Und auch bei den Rudern eines Ruderbootes
wirkt das Hebelgesetz, das Archimedes von Syrakus vor über 2200 Jahren entdeckt hat.
