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Flugpraxis

Abstimmen von Papierfliegern

Du hast sicher schon viele Papierflieger gebaut. Vielleicht hast du dich darüber gewundert, dass von zwei ähnlich aus-sehenden Fliegern einer gut gleitet und der andere schnell abstürzt. Wir wollen nun untersuchen, woran das liegt.

Trimmung: Sehr wichtig ist die Lage des Schwerpunktes. Liegt er zu weit vorne, dann wird die Nase des Fliegers nach unten gedrückt und der Flieger stürzt ab (blaue Kurve). Liegt er zu weit hinten, dann zieht der Flieger steil nach oben. Er verliert dadurch Auftrieb und stürzt ebenfalls ab (rote Kurve). Als Gegenmaßnahme kann man die Lage des Schwerpunktes verschieben, indem man eine Büroklammer in der Rumpffalte befestigt. Man kann aber auch die Form der Tragflügel leicht verändern. Bei Flugkurve 1 muss man die hinteren Flügelspitzen leicht aufbiegen. Bei Flugkurve 2 muss man sie nach unten biegen.

Flugrichtung: In ähnlicher Weise kann man die Flugrichtung korrigieren. Zieht der Flieger z. B. immer nach links, dann muss man die Spitze des rechten Flügels leicht aufstellen. 

Flügelstellung: Die Flügel müssen nach oben geneigt sein (Y-Form). So hat der Flieger mehr Stabilität und gerät weniger leicht ins Trudeln. 

Papier: Gut eignet sich normales Kopierpapier (80 g/m²). Es hat die nötige Festigkeit und ist dennoch recht leicht.

Der Pfeil

Wir bauen nun einen einfachen Flieger. Verwende ein A4-Blatt. Der „Pfeil” ist ein Standardflieger und hat in dieser Form meistens keine guten Flugeigenschaften. Er neigt zum Abstürzen über die Nase. Teste nun an diesem Modell die oben beschriebenen Maßnahmen. und versuche eine optimale Gleitkurve zu erreichen.

Probiere auch aus, was passiert, wenn du die Flügel nach unten oder die Flügelspitzen zu stark nach oben oder unten biegst.

Gleiter

Es gibt auch Papierflieger, die auf den ersten Blick gar nicht wie ein Flugzeug aussehen.

Wir verwenden dafür ein Blatt im Format A6 (ein Viertel eines A4-Blattes). Die Wölbung erreicht man, indem man den Flieger über die Kante eines Lineals oder Tisches zieht. Der Flieger ist ein sanfter Gleiter. Er wird am besten mit einem kleinen Schubs und mit der Nase leicht nach unten auf die Luft „gelegt”.

Schwalbe und F-15

Es gibt natürlich auch komplizierte Flugmodelle. Es ist aber nicht so, dass komplizierte Flieger besser fliegen als einfache. Komplizierte Flieger sind oft viel schwieriger abzustimmen als einfache. 

Mit Papierfliegern kann man sehr gut Wettbewerbe veranstalten. Es gibt sogar Weltmeisterschaften! Beim Weitfliegen wird die vom Flieger in der Luft zurückgelegte Strecke gemessen. Beim Langfliegen die Zeit, die der Flieger in der Luft bleibt.

 Ausführliche Bauanleitungen findest du im Internet. Du brauchst dazu nur „Papierflieger” und eventuell noch „Bauanleitung” in eine Suchmaschine einzugeben. Suche im Internet auch nach den aktuellen Weltrekorden.

Hubschrauber

Auch ein Hubschraubermodell lässt sich einfach herstellen.

Nimm dazu ein Blatt von der Größe A6. Eine Hälfte wird zweimal zur Mitte gefaltet und mit einer Büroklammer fixiert. Von der anderen Hälfte wird der mittlere Teil mit einer Schere herausgeschnitten. Die beiden verbleibenden Streifen bilden den Rotor. Einer wird nach vorne, der andere nach hinten gebogen.


Lass den Hubschrauber aus größerer Höhe fallen. Der Rotor beginnt sich bald zu drehen. Dadurch wird der Fall gebremst und der Hubschrauber gleitet in einem langsamen Sinkflug zu Boden.

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