Reibung im Straßenverkehr
Bist du schon einmal auf nassem Laub oder auf einem vereisten Weg ausgerutscht? Dann bist du zum Opfer zu kleiner Reibung geworden. Im Straßenverkehr spielt die Reibung zwischen Reifen und Straße eine ganz wichtige Rolle. Beim Beschleunigen, beim Befahren einer Steigung, beim Bremsen und beim Fahren durch eine Kurve brauchen wir große Reibung.

Winterreifen haben nicht nur ein tieferes Profil, sondern bestehen auch aus einer anderen Gummimischung als Sommerreifen. Diese Gummimischung ist an die tieferen Temperaturen im Winter angepasst und bewirkt eine größere Reibung.
Durch das ABS (Antiblockiersystem) blockieren die Räder beim Bremsen nicht. Dadurch kann man das Fahrzeug weiterhin lenken und Hindernissen ausweichen. Bei blockierenden Rädern wirkt die Gleitreibung. Wenn die Räder nicht blockieren, wirkt die stärkere Haftreibung, die Bremswege sind kürzer.
Auf einer nassen Fahrbahn ist die Reibung immer kleiner als auf einer trockenen. Bei heftigen Regengüssen können sich auf der Straße Wasserlacken bilden. Wenn die Reifen das Wasser nicht schnell genug verdrängen können, heben sie vom Boden ab. Sie berühren die Fahrbahn nicht mehr direkt. Die Reibung ist sehr klein. Das Fahrzeug kann kaum mehr gelenkt und abgebremst werden. Das kann man durch eine niedrigere Fahrgeschwindigkeit vermeiden. Auch das Reifenprofil ist wichtig. Bei Sommerreifen muss das Profil mindestens 1,6 mm tief sein.