Der Erdungsleiter
Für den Menschen ist schon eine Stromstärke von 30 – 40 mA lebensgefährlich. Besonders gefährlich ist Wechselstrom, da er dem Herzen falsche Steuerimpulse gibt. Das Herz schlägt dann nicht mehr richtig und das Gehirn wird nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt.
Damit ein elektrisches Gerät funktionieren kann, braucht man zwei Leitungen. Im Stromnetz nennt man sie Phase und Neutralleiter. In den Kabeln ist vielfach aber noch eine dritte Leitung, der sogenannte Erdungsleiter, vorhanden. Er ist an der gelb-grünen Isolierung gut zu erkennen. Beim Gerät ist er am Gehäuse angeschraubt. Er verbindet das Gerätegehäuse mit der Erdung des Hauses. Das ist eine dicke Leitung, die meist im Fundament des Hauses eingebaut ist. Bei Stecker und Steckdose wird der Erdungsleiter über die metallischen Plättchen verbunden.
Wenn das Gehäuse des Gerätes durch einen Defekt unter Spannung gerät, fließt Strom über den Erdungsleiter ab. Die Stromstärke ist dabei sehr hoch, da der Erdungsleiter einen kleinen Widerstand hat. Deshalb unterbricht die Sicherung den Stromkreis. Wenn das Gehäuse des Gerätes aus nichtleitendem Material besteht, kann auf den Erdungsleiter verzichtet werden. Man nennt dies „schutzisoliert”. Diese Geräte sind durch ein entsprechendes Symbol gekennzeichnet. Sie können mit einem sogenannten Flachstecker angeschlossen werden.

Hausinstallation
